WordPress Plugin Boilerplate

 

Die WordPress Software, welche ich selbst auch nutze, mag in vielerlei Hinsicht sehr praktikabel und nützlich sein. Sobald man aber etwas tiefer in den PHP Code geht und Plugins erweitern oder selbst entwickeln muss, möchte man das ganze Ding am liebsten in die Tonne hauen. WordPress hat sich selbst Code is Poetry auf die Fahnen geschrieben. Schaut man aber in den WordPress Kern oder in den Programmcode vieler Plugins, neige ich oftmals dazu mit dem Kopf zu schütteln oder selbigen Kontakt mit der Tischplatte aufnehmen zu lassen. Der WordPress Code erinnert oftmals an schlechtes, dahingekritzeltes Grafitti als an leidenschaftlich poetischen Code. Den Code einiger WordPress Plugins möchte ich gar nicht erst kommentieren.

Ich für meinen Teil nutze für die Entwicklung von Plugins bei Kundenprojekten das WordPress Plugin Boilerplate. Tom Mc Farlin stellt mit dem WordPress Plugin Boilerplate ein komplett auskommentiertes, objektorientiertes Plugin Template zur Verfügung, welches man zur Entwicklung von WordPress Plugins nutzen kann. Das Boilerplate setzt direkt auf die WordPress Plugin API auf. Ich persönlich habe durch das Boilerplate eine Menge Zeit gespart und kann dadurch weiterhin strukturiert arbeiten und sauberen Code abliefern. Wünschenswert wäre, wenn die WordPress Core Entwickler als auch die Plugin Entwickler selbst einen derartigen Standard einführen würden. Aber ich glaube, da träume ich dann noch in zehn Jahren von.

Wie sieht ’s bei Euch aus? Stoßt ihr eigentlich auf die gleichen Schwierigkeiten bei WordPress Projekten?

About Author: Marcel
Ich bin Senior PHP Developer bei MM Newmedia. Seit 2005 bin ich begeisterter Webentwickler und arbeite als Freelancer für namenhafte Firmen und entwickle jede Menge abgefahrenes Zeug und berichte darüber in meinem Blog.

One thought on “WordPress Plugin Boilerplate

  • Sauberer code ist ja auch immer eine Frage des Aufwandes. Ich bin mit dem code in WordPress auch ziemlich unzufrieden, aber gleichzeitig Feind von Joomla, weil diese mit dem MVC Gedanken zwar den richtigen Schritt gewagt haben, jedoch der Overhead dadurch doch extrem ist. Was man dort erst alles machen muss um überhaupt mal sein Plugin zu sehen ist monströs.

    Drupal machte bisher auch keinen wirklich besseren code. Aber die Arbeiten ja an der neuen Version, welche auf Sinfony basiert und das finde ich dann schon wieder spannend. Und der code wird dadurch vermutlich auch deutlich besser.

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